Die Rasse Perro de agua Español-spanischer wasserhund

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Das Buch gibt einen Einblick über die Vielfalt der Beschäftigungsmöglichkeiten und Auslastung für diese aktiven und lernbegeisterten Hunde und der Leser kann sich über die Pflege und Gesundheit der Rasse, den Weg zur Suche nach dem eigenen Perro und die erste Zeit nach dem Einzug informieren. Zahlreiche Bilder stellen die Vielfalt dieser einzigartigen Lockenhunde zusätzlich dar.

 

Der Perro de Agua Español (kurz PDAE) ist ein mittelgroßer Hund von 40-50 cm, der ursprünglich aus Spanien stammt. Sein Fell ist von wolliger, lockiger Struktur, das je nach Haarlänge Schnüre bildet, die regelmäßig auseinander gezupft werden, damit Luft an die Haut kommt. Kämme und Bürsten sind tabu. Er haart fast nicht und wird ein- bis zweimal im Jahr geschoren. Dabei wird das Fell auf eine gleichmäßige Länge geschnitten. Ein PDAE trägt weder Frisuren, noch darf er zurechtgemacht aussehen. So hat man ein- bis zweimal im Jahr statt einem imposanten Dreadlocks-Hund einen adretten Kurzhaar- Vierbeiner. Das heißt allerdings nicht, dass der PDAE keinen Dreck ins Haus bringt. Im langen Fell bleibt gern einmal der halbe Wald nach einem Spaziergang hängen. Und Perros lieben Wasser! Das beinhaltet den sauberen Bach genauso, wie die schlammigen Pfützen. Und ein guter PDAE-Besitzer sieht sowas eher mit Humor: Den Perro gibt es in schwarz, weiß, allen brauntönen bis creme und zweifarbig immer mit weiß. Laut Rassestandart sind schwarz-lohfarbene und dreifarbige PDAE zur Zucht nicht zugelassen. In jedem Wurf sind oft, je nach Farbe und Veranlagung der Eltern, mehrere Farben zu finden. Man weiß also nie, welche Farben in einem Wurf vertreten sind. So können schwarze Eltern auch braun-weiße Welpen bekommen. Der PDAE ist ist ein freundlicher, unternehmungslustiger, robuster und zuverlässiger Begleiter. Er ist intelligent, ausdauernd und lernt gern und schnell. Eng an seine Familie gebunden, möchte der Perro am liebsten überall dabei sein. Wegsperren erträgt er nicht. Von Fremden lässt er sich oft nicht anfassen oder gar mitnehmen. Er weicht aus, ohne dabei aggressiv zu werden.Das scheue Verhalten war früher in Spanien nötig, da Perros dort wichtige und sehr wertvolle “Arbeitskollegen” waren und nicht gestohlen werden sollten. Daher brachte man den Hunden bei, Fremden gegenüber Abstand zu halten und sich nicht anfassen zu lassen. Dadurch ist im Laufe der Zeit das scheue Verhalten der PDAE entstanden. Dies kann aber mit Übung schon im Welpenalter abgebaut werden.                                                                                                                               Der PDAE wurde früher gern in drei unterschiedliche Typen aufgeteilt.

Der “Typ Marismeno”, aus dem Marschland Andalusiens, wird hauptsächlich als Jagd- und Apportierhund genutzt. Er ist etwas kleiner und schmaler; so kann er sich im Dickicht und Wasser schneller fortbewegen, um z.B. Enten aufzustöbern und zu apportieren. Sein Fell besitzt keine Unterwolle und trocknet daher schneller. Oft besitzt er die typischen Rastalocken, ähnlich dem Puli. Seine Fellfarbe ist meist braun, da er so gut getarnt ist.                  

Der “Typ de Sierra”, aus den Bergen Andalusiens, wird beim Hüten der Schafe eingesetzt. Er ist groß und kräftig und besitzt sehr lockiges Fell mit viel Unterwolle. So ist er vor den kalten Wintern gut geschützt. Um sich von den Schafen abzuheben, besitzt er meist schwarzes oder braunes Fell, auch mit weiß.                                      

 

Der “Typ de Cantabrico”, aus dem Norden Spaniens, wird bei der Fischerei auf Booten eingesetzt. Damit er auch Nachts im Wasser gesehen wird, besitzt er eine sehr helle Fellfarbe, von weiß bis creme. Das Fell ist sehr dicht, mit viel Unterwolle, um ihn vor der Kälte des Meeres zu schützen.Trotz allem steckt in jedem der drei Typen die Fähigkeit, alle Arbeiten und Aufgaben zu erfüllen. So weiß z.B. auch ein Jagdhund aus den Marschlanden, wie eine Herde zusammengetrieben wird.Ob die These der drei unterschiedlichen Typen allerdings wahr ist, kann kaum festgestellt werden und ebenso an den Vorlieben und Grundsätzen der damaligen Züchter liegen, die ihre Hunde je nach Umgebung und Gebrauch für die Arbeit züchteten.Fest steht allerdings, dass diese Typen heute kaum noch zu erkennen sind. Trotzdem unterscheiden sich Perros auch heute noch stark voneinander in Größe, Fellstruktur, Rückenlänge und dies sollte meiner Meinung nach auch erhalten bleiben, da sich hier eine genetische Vielfalt zeigt, die nicht verloren gehen sollte.                                                                                                                                    

Auch heute noch wird der PDAE in Spanien bei vielen Arbeiten eingesetzt. Als Arbeitshund hütet er Schafe und Rinder. Er wird als Stöber- und Apportierhund für die Jagd eingesetzt und bewacht Haus und Hof der Bauern. Besucher werden laut, aber ohne Aggression gemeldet. Als vollwertiges Mitglied auf Fischerbooten taucht er nach verloren gegangenen Gegenständen, hilft beim Einholen der Netze und Vertäuen der Boote. Diese Arbeit allerdings führt der PDAE aus Gründen des Fortschritts heute kaum noch aus.                                                                                  

Der PDAE wird heute Dank seiner hervorragenden Nase auch als Rettungshund und Drogenspürhund eingesetzt.

Als treuer Familienhund, begleitet er seine Menschen überall hin und möchte am liebsten in ihrer Nähe sein. Durch seine Vielseitigkeit ist er für Sport, wie Agillity, Flyball, Obedience ebenso zu begeistern, wie für Fährtensuche und natürlich Wasserarbeit. Letztere ist für die meisten PDAE das reinste Vergnügen. Dank seines ausgeprägten Lungenvolumens kann ein Perro bis zu 5m tief tauchen, wenn man die Möglichkeit hat, ihm dies näher zu bringen. Ein klares Gewässer, genügend Wasser-Dummys und der PDAE ist nicht mehr zu bremsen. Aber auch Ballspiele, Frisbee, Suchspiele und Co sind für einen PDAE ein echtes Vergnügen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Für Kinder ist er ein unermüdlicher Spielgefährte. Und er kann ein wunderbarer Haushaltshelfer, z.B. beim Wäsche tragen oder Äpfel pflücken sein. Da der Perro einer alten Arbeitshunderasse entspringt, braucht er körperliche und/oder geistige Beschäftigung.

Er ist keinesfalls ein Hund, der nur spazieren gehen will, da ihn das weder geistig noch körperlich auslastet.

 

 

VDH RASSEBESCHREIBUNG: PERRO DE AGUA ESPAÑOL

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: 

Rustikaler, gut propor- tionierter Hund (von mittlerem Gewicht), langköpfig, von eher gestrecktem Körperbau, harmonischer Gestalt und anziehendem Aussehen, von athletischer Natur mit gut entwickelter Muskulatur, die er regelmässiger Arbeit verdankt. Sein Profil passt in ein Rechteck; Sehvermögen, Gehör und Geruchsinn sind gut entwickelt.

 

VERHALTEN/CHARAKTER(WESEN):

Treu, gehorsam, freudig, arbeitswillig, wachsam und sehr ausgeglichen. Lernfähigkeit dank einer aussergewöhnlich guten Auffassungsgabe stark ausgeprägt; unter allen Bedingungen passt er sich jeder Situation an.